| 12-Stunden Rennen in Külsheim |
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Beitrag im "Odenwälder Boten" vom 23.07.2010 Eigentlich hätte es ein schöner Tag werden können… Auf der Homepage des Veranstalters erscheint am Montag nach dem Rennen ganzseitig eine Entschuldigung für die Pannen und Unstimmigkeiten bei der Zeitnahme und was man in Zukunft alles besser machen will... Gezeichnet von den Strapazen des 12h-Rennens von links nach rechts: Uli Stöhr, Norbert Hock, Ulli Hild, Stefanie Hock, Daniel Bogensperger, Tobias Zappe Dies zeigt schon deutlich, dass dieser Punkt leider die Diskussionen nach der eigentlich sehr schönen Veranstaltung beherrschte und für deutliche Missstimmung unter den Teilnehmern sorgte. Leider waren von den Fehlern bei der Zeitnahme insbesondere auch unsere Starter betroffen, aber erst mal der Reihe nach. Külsheim liegt idyllisch im badischen Odenwald und veranstaltete am 17.07. bereits zum 7. Mal ein 12-Stunden Rennen auf dem Gelände eines ehemaligen Truppenübungsplatzes. Der 10 km lange Rundkurs mit 200 Höhenmetern war sehr abwechslungsreich mit schmalen, winkligen Trails, kleinen Downhills, holperige Wiesenpassagen und den Schlammlöchern! In den Senken alter Panzerhügel waren große Pfützen, die einigen zum Verhängnis wurden… Der Kurs war relativ anspruchsvoll, für viele zu anspruchsvoll, wie einige schwere Stürze und viele „Fußgänger“ auf den Abfahrten belegten. Besonders nach den zwischenzeitlichen heftigen Regenschauern war die Piste zeitweise sehr glitschig. Zum Glück kamen unsere Teilnehmer trotz einiger Ausrutscher alle heil über die 12 Stunden und das mit sehr guten Ergebnissen. Unsere beiden Jüngsten Tobias Zappe und Daniel Bogensperger starteten als Zweierteam recht forsch in den Wettkampf und lagen gut platziert im Rennen. Leider wurden sie durch Materialschaden bei Tobias und einem kapitalen Sturz in den Panzerhügeln von Daniel ausgebremst. Dennoch lagen sie zwischenzeitlich an dritter Stelle. Am Ende hatten sie nach 11:51 h 230 km gefahren und erreichten einen beachtlichen 7. Platz in der meist deutlich älteren und erfahreneren Männerkonkurrenz. Unter dem Namen „Team Torro“ starteten Stefanie Hock, Ulli Hild und Uli Stöhr als 3er Mixed Team und teilten sich die Strapazen der 12 Stunden gleichmäßig auf. Das logistische Zusammenspiel mit Wechseln, Verpflegen, Rad säubern und Ausruhen klappte bei den Dreien hervorragend und sie ließen von Anfang an keine Zweifel daran, dass sie ihre Klasse dominieren wollen. Nachdem das zweitplatzierte Team anfangs noch einigermaßen mithalten konnte, resignierten diese schließlich und unser Drei siegten mit klarem Vorsprung und 240 gefahrenen Kilometern nach 11:42 h. Stefanie musste neben ihren Einsätzen im „Team Torro“ noch eine weitere logistische Meisterleistung vollbringen, nämlich die Versorgung ihres Mannes Norbert. Dieser hatte sich nämlich zum Ziel gesetzt, die 12 Stunden als einer von 27 Einzelstartern alleine durchzufahren. Er startete das Rennen für seine Verhältnisse bedächtig und lag nach den ersten Runden an 5. Stelle. Doch mit fortschreitendem Rennverlauf überholte er nach und nach alle seine Konkurrenten und lag schließlich nach 8 Stunden an der Spitze des Feldes. Nun nahm das Verhängnis mit der katastrophalen Zeitnahme seinen Lauf. Die veröffentlichten Zwischenergebnisse und auch die Streckenposten sowie auch die Konkurrenz bescheinigten ihm, dass er mit einer Runde Vorsprung führt und nur noch heil ins Ziel kommen muss, um klar zu gewinnen. Norbert nahm daraufhin das Tempo etwas raus und fuhr auf sicheres Ankommen. Er lies im Gefühl des sicheren Sieges auch den Zweiten wieder überholen, da dieser ja vermeintlich eine Runde Rückstand hat und kam nach 11.28h mit 220 gefahrenen km ins Ziel. Umso größer war die Überraschung nach dem Rennen, als Norbert angeblich nur noch Zweiter war, weil plötzlich wieder neue Rundenzahlen auftauchten. Da sich auch viele andere Teilnehmer über die schlechte Zeitnahme beschwerten war klar, dass man dieser nicht trauen konnte. Aber alle Beschwerden beim Veranstalter nutzten nichts mehr. Norbert war stinksauer, da er das Rennen unter normalen Umständen sehr wahrscheinlich gewonnen hätte. Abgesehen von der miserablen Zeitnahme war es aber ein schönes Rennen, das bessere Begleitumstände verdient gehabt hätte. Respekt an unsere Teilnehmer, die sich den Strapazen eines so langen Renntages gestellt haben und zudem hervorragende Ergebnisse erzielten. Die Biker des RSC Groß-Umstadt treffen sich samstags um 14.30 Uhr auf dem Marktplatz in Groß-Umstadt zur gemeinsamen Biketour und sonntags um 10.00 Uhr zur Rennradtour auf dem Parkplatz beim Zoo-Emmerich. Dort startet auch unsere neue Frauentour für Einsteiger donnerstags um 19.00 Uhr. otz. |
